Die freiwilligen in Mitraniketan

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Bauarbeiten in der prallen Sonne

Alle zwei Jahre kommt eine deutsche Gymnasialklasse zu Besuch. Im Jahre 2011 waren es 30 Schüler und 5 Erwachsene. Sie wollten Südindien erkunden, während sie im “guesthouse” von Mitraniketan übernachteten. Aber sie wollten sich auch in Mitraniketan nützlich machen, und bei ihrem Besuch hatten sie sich die Aufgabe gestellt, einen Garten mit einer Mauer zu umzäunen. Das war im März, wo die Sonne in Südindien schon hoch am Himmel stand. Die erwachsenen indischen Schüler des “People´s College” (eine Art Volkshochschule) halfen mit, während die Schüler der Grundschule (1. bis 10 Klasse) das Ganze aus der Ferne beobachteten. Und man kann sich vorstellen, was in ihren Köpfen vorging: “Hochausgebildete (und reiche)” Europäer, die in der prallen Sonne körperliche Arbeit leisten. Das hatten sie noch nie gesehen”.

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Einweihung des Girls´ Hostel (Wohnheim für Mädchen)

Die indischen Schulkinder, die die Schule besuchen, kommen 600 km entfernt aus den ärmlichen Stammesgebieten des Nordens und wohnen in Mitraniketan, wo sie eine Schulausbildung bekommen können. Dabei ist es sehr wichtig, dass gute hygienische Verhältnisse in den Wohnheimen herrschen, da viele Krankeiten in der Hitze florieren. Das Bild unten zeigt die Einweihung eines neuen Wohnheimes für Mädchen. Einige der deutschen Lehrer, die mit ihren Schülern Mitraniketan besuchten, hatten eine große Summe für das Wohnheim eingesammelt, und deshalb waren sie als Vertreter der deutschen Sponsoren bei der Einweihung dabei.

Die Einweihung des “Girls´ Hostel”. Von rechts nach links: Reghu (stehend), dann Viswanathan (der Gründer von Mitraniketan). Der Dritte von rechts ist einer der deutschen Lehrer, der die deutschen Sponsoren vertritt, und ganz links ein Freund von Viswanathan.

Einige der deutschen Mädchen hatten sich einen Sari angezogen, und das fand der damals 83-jährige Viswanathan (mit Bart) sehr lustig. Es zeigte sich übrigens, dass es gar nicht so leicht war, sich einen Sari umzuwickeln. Nach vielen Mühen gelang es erst mit der Hilfe der Tochter Viswanathans. Für sie war das ja eine ganz alltägliche Aufgabe.

Die Einweihung des Girls´ Hostel

Zwei PhD-Studentinnen aus Deutschland

Ende März 2011 kamen zwei deutsche PhD-Studentinnen nach Mitraniketan. Sie wurden in “The People´s College” (eine Art Volkshochschule) zum Englischunterricht eingeladen. Englisch lernt man am besten, indem man jede Gelegenheit wahrnimmt, die Sprache zu sprechen, und deshalb werden Besucher gern in den Unterricht eingeladen. Die beiden jungen Frauen aus Deutschland sprachen hervorragend Englisch und zwei Stunden lang erzählten sie von ihrem Leben in Deutschland und beantworteten die vielen Fragen der indischen Studenten. (Fragen wie: “Are you married? Do you have children?”)

Die Kinder von Mitraniketan kommen aus den Stammesgebieten des Nordens von Kerala, und zwei dänische Freiwillige stellten sich die Frage: Aus welchem sozialen und kulturellen Milieu kommen die Kinder von Mitraniketan. Wie leben sie ihr Leben in dem Stammesgebiet? Um das herauszufinden, unternahmen die beiden Dänen die lange Reise in den Norden. Daraus ist ein interessanter Bericht geworden.

Lesen Sie mehr über Mitraniketan in deutscher Sprache auf der Website: container-baeckerei.de